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Jul 9

Die Auswirkungen des ICANN-Meetings in Brüssel für die Einführung neuer TLDs

Minds + Machines zieht ein positives Fazit aus dem 38. ICANN-Meeting in Brüssel. Die Tage wurden damit verbracht Kompromisse für Streitfragen zu finden, bei denen noch beim letzten Meeting in Nairobi keine Einigung abzusehen war. Zudem wurde nicht viel Kritik an der 4. Version des Bewerberhandbuches laut und der ICANN-Vorstand hat sich dazu bereiterklärt sich zu einer außerordentlichen Sitzung zu treffen, um die ausstehenden Probleme zu lösen. Des Weiteren kam es zu keinen unerwarteten Verzögerungen im Bewerbungsverfahren, wie zuletzt in Nairobi und Seoul. Wir erläutern hier die wichtigsten Themen des Meetings in Brüssel und geben eine Einschätzung, ob sie den Bewerbungsprozess beschleunigen oder verzögern werden.

Sondersitzung im September
Der Vorstandsvorsitzende der ICANN, Peter Dengate Thrush, hat angekündigt, dass die ICANN sich voraussichtlich im September zu einer Sondersitzung trifft, um die noch offenen Fragen im Bewerbungsverfahren zu klären. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden bei dieser Sondersitzungen die Probleme, bei denen für die verschiedenen Interessensgruppen wenig Kompromissbereitschaft gibt, in Angriff genommen.

Der Vorstand übt somit Druck auf die verschiedenen Arbeitsgruppen („Working Groups“) aus, Anträge mit Lösungsvorschlägen vor der Sitzung zu erarbeiten. Die Bewerber für neue Top-Level Domains können sich über die Bereitschaft der ICANN, die noch offenen Probleme anzugehen, freuen.

Die Zulassung der .XXX Top-Level Domain
Der ICANN-Vorstand hat einer Bewerbung für .XXX, der Top-Level Domain für pornografische Inhalte, jetzt doch zugestimmt und somit dem gTLD Bewerbungsverfahren einen langwierigen Gerichtsprozess erspart. Hätte sich die ICANN prinzipiell gegen die Bewerbung von .XXX ausgesprochen, hätte ICM Registry, die sich für die umstrittene Top-Level Domain bewirbt, die ICANN verklagt. Dies hätte zu großen zeitlichen Verzögerungen im Bewerbungsprozess geführt. Die Entscheidung die Bewerbung für .XXX anzunehmen, wirkt sich dadurch positiv für andere Teilnehmer des Bewerbungsprozesses aus.

Klärung vieler Markenrechtsangelegenheiten
Inhaber von Markenrechten standen der Einführung neuer Top-Level Domains seit jeher kritisch gegenüber. Daher werten wir es als ein sehr positives Signal, dass sich viele Markenrechtsinhaber, darunter BBC, Nestle und das American Red Cross zusammengesetzt haben und konstruktiv darüber diskutiert haben, wie sie von der Einführung neuer Top-Level Domains profitieren können. Viele Markeninhaber stehen der Erweiterung des Namensraumes im Internet nicht mehr prinzipiell entgegen. Charlotte Walthers, vom Mobilfunkanbieter Orange, sieht neue Top-Level Domains als eine Möglichkeit den Markenwert eines Produktes zu maximieren. Voraussetzung für die Kooperation der Markeninhaber ist, dass sinnvolle Richtlinien für den Schutz von Markenrechten entwickelt werden.

Die Markenrechtinhaber haben bereits gewisse „Rights Protection Mechanisms“ im Bewerberhandbuch durchgesetzt. Ein Beispiel dafür sind Maßnahmen den Registries, die wissentlich und systematisch Markenrechtverletzungen durchführen, das Recht Top-Level Domains zu betreiben, zu entziehen. Das GAC und der ICANN-Vorstand sind ebenfalls zuversichtlich, dass bei den Markenrechtsangelegenheiten bald eine Einigung erreicht wird.

Vertigal Integration
Vertigal Integration befasst sich mit der Frage inwieweit ICANN-akkreditierte Registrare Anteil an Registries besitzen dürfen. Das aktuelle Bewerberhandbuch untersagt es Registraren mehr als 2% an einer Registry zu besitzen. Vertigal Integration ist sehr umstritten, weil sich viele Registrare für den technischen Betrieb einer Top-Level Domain bewerben möchten. Eine endgültige Regelung wurde von ICANN noch nicht abgesegnet, dennoch bemüht sich eine Working Group, der auch Minds + Machines angehört, eine Einigung zu erreichen. Trotz allem erwarten wir, dass die Entwicklung der Vertigal Integration Richtlinien den Bewerbungsprozess nicht verzögern wird.

Die letzte große Hürde: Morality and Public Order
Im Mittelpunkt der Kritik in Brüssel stand das im Bewerbungshandbuch vorgeschriebene Einspruchverfahren gegen moralisch anstößige Top-Level Domains oder Top-Level Domains, die in manchen Teilen der Welt Probleme verursachen mögen, während sie anderswo als Stärkung der regionalen Kultur im globalen Internet und Ausfluss einer aufgeklärten Gesellschaft angesehen werden.

Das Governmental Advisory Committee (GAC), das Gremium, welches die Regierungen bei der ICANN vertritt, hatte in Brüssel das Einspruchverfahren für moralisch anstößige Top-Level Domains für nicht durchführbar erklärt und die ICANN beauftragt ein alternatives Verfahren zu erarbeiten. Wir erwarten, dass ICANN einen Ausschuss zusammenstellt, der breitgefächerte kulturelle Interessensgruppen vertritt und über anstößige Top-Level Domains entscheidet.

Die Diskussion um „Morality and Public Order“ ist die größte Hürde, die es noch zu überwinden gilt, bevor die Bewerbungen endgültig eingereicht werden können. Obwohl es schwierig wird einen Konsens zu erreichen, bemühen sich die verschiedenen Parteien intensiv um einen, für alle vertretbaren, Kompromiss.

Positives Fazit
Zusammenfassend nimmt das Bewerbungshandbuch seine endgültige Form an. Obwohl es mit dem Streit um „Morality and Public Order“ eine letzte Hürde zu überwinden gilt, ist in allen anderen Streitfragen ein Konsens abzusehen. Der ICANN-Vorstand ist bemüht die Einführung neuer Top-Level Domains voranzubringen und übt Druck auf die verschiedenen Working Groups aus, um die letzten offenen Fragen bei der Sondersitzung im September klären zu können.

Wir sind optimistisch, dass unsere Timeline eingehalten wird und erwarten die Bekanntgabe des Abgabetermins für Bewerbungen bei dem nächsten ICANN Meeting im Dezember in Kolumbien.

Jun 29

ICANN trifft wichtige Entscheidungen bei Konferenz in Brüssel

Die 38. ICANN-Konferenz ist am Sonntag in Brüssel zu Ende gegangen. Auch dieses Mal hat die ICANN wichtige Entscheidungen getroffen, die zu einer baldigen Einführung von neuen Top-Level Domains beitragen.

Einen konkreten Termin für die Einreichung der Bewerbungen hat die ICANN zwar nicht genannt, jedoch wird sich der ICANN-Vorstand Ende September zu einer Sondersitzung treffen, um alle noch offenen Fragen zu klären.

Eines der größten Probleme, die es noch zu bewältigen gilt ist „Public Morality and Public Order“ (MOPO). Das Governmental Advisory Committee (GAC) hat den Ablauf des Einspruchverfahrens gegen Top-Level Domains kritisiert, die in Teilen der Welt als moralisch anstößig aufgefasst werden.

Wir sind optimistisch, dass ICANN alle Fragen zeitnah lösen wird und das finale Richtlinienbuch Ende 2010 erscheinen wird. Demnach kann die Bewerbung für .BERLIN im Frühjahr 2011 eingereicht werden.

ICANN hat zudem das Budget für das Jahr 2011 abgesegnet und somit Planungssicherheit für die kommenden wichtigen Phasen des Bewerbungsprozesses geschaffen.

Jun 20

Minds + Machines nimmt an ICANN-Konferenz in Brüssel teil

Minds + Machines ist diese Woche in Brüssel und nimmt am 38. ICANN-Meeting teil. Die Mitglieder der Domain-Industrie treffen sich in der belgischen Hauptstadt und beraten über die neuesten Entwicklungen und Richtlinien im Internet.

Diskutiert wird die bevorstehende Einführung generischer Top-Level Domains. Im Mittelpunkt steht die 4. Version des “Draft Applicant Guidebooks”, welches Anfang des Monats erschienen ist. Es ist der vorausichtlich letzte Entwurf vor Veröffentlichung der finalen Fassung des “Applicant Guidebooks”.

Minds + Machines wird sich für die rasche Einführung von neuen Top-Level Domains einsetzen, damit die Berliner, mit .BERLIN, bald eine eigene Adressendung im Internet bekommen.

Jun 4

ICANN veröffentlicht 4. Version des Draft Applicant Guidebooks

ICANN hat die vierte Version des “Draft Applicant Guidebook” (DAG4), dem Bewerberhandbuch für neue Top-Level Domains, veröffentlicht.

Das vollständige Dokument ist auf der Webseite der ICANN verfügbar.

Apr 14

Minds + Machines besucht die Fachmesse „Internet World“

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Minds + Machines besuchte am 13. und 14. April die Messe „Internet World“ in München. In diesem Jahr drehte sich auf der Fachmesse alles um Dienstleistungen für E-Commerce und für Online-Marketing. Auf mehr als 110 Ständen präsentierten Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen und gewährten Einblicke in zukunftsorientierte Geschäftsmodelle und aktuelle Trends im Internet.

Themenschwerpunkte wie „Social Media“ waren für Minds + Machines von besonderem Interesse. Social Media gehört zu den innovativsten und aufregendsten Trends im Internet und entwickelt sich zu einem immer wichtiger werdenden Kommunikationskanal. Minds + Machines setzt bei der Vermarktung von .berlin ausdrücklich auf Social Media und konnte, durch spannende Vorträge und Gespräche mit Experten, viele Anregungen sammeln.

Das Team von Minds + Machines besuchte zudem den Stand des eco-Verbands. Seit kurzem ist Minds + Machines Mitglied beim eco-Verband. eco ist seit über zehn Jahren der Verband der Internetwirtschaft in Deutschland und zählt rund 500 Mitgliedsunternehmen mit über 250.000 Mitarbeitern. Wir freuen uns, mit dem eco-Verband einen starken Interessensvertreter gefunden zu haben.

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Foto: Katrin Mallener, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim eco-Verband und Caspar von Veltheim, Geschäftsführer von Minds + Machines.

Mrz 26

Zeitleiste für die Einführung von .berlin

ICANN hat während des Kongresses in Nairobi ihren Entschluss, den Bewerbungsprozess für neue TLDs voranzubringen, bekräftigt. ICANN rechnet damit die ungelösten Probleme, die der Einführung neuer Top-Level Domains im Weg stehen, bis zum Ende des Jahres zu lösen. So wird ICANN voraussichtlich Anfang 2011 das Bewerbungsfenster für neue Top-Level Domains öffnen. Um Verzögerungen zu verhindern, hat sich der Vorstand der ICANN dazu entschlossen das EOI-Verfahren abzulehnen.

Die Unite Berlin Initiative ist zuversichtlich, dass das endgültige Bewerbungshandbuch (Applicant Guidebook) noch in diesem Jahr veröffentlicht wird und die Bewerbung für .berlin kurz danach bei der ICANN eingereicht werden kann.

Hier ist eine Zeitleiste, die wichtige Ereignisse bei der Einführung von .berlin hervorhebt. Die aufgezeigten Daten beruhen auf Informationen der ICANN. Änderungen durch die ICANN sind vorbehalten.

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Mrz 8

Minds + Machines im Online-Magazin “The European”

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Caspar von Veltheim, Geschäftsführer der Minds + Machines GmbH, erklärt im Online-Magazin “The European” die Vorzüge von neuen Top-Level Domains. Hier können Sie den Artikel lesen.

Mrz 5

Minds + Machines auf der Cebit 2010 in Hannover

cebitMinds + Machines ist diese Woche auf der Cebit.

Die Unite Berlin Initiative hat auf dem Stand Berlin Brandenburg mit Vertretern wichtiger Unternehmen aus Berlin und der Region Informationen über den aktuellen Stand der Bewerbung um .berlin ausgetauscht.

Die Region Berlin Brandenburg hat auf ihrem Stand wieder technische Neuentwicklungen und Untersuchungen vorgestellt.

Dass das Internet und gerade Social Media-Anwendungen und -Technologien für Verwaltungen in der Region Berlin immer wichtiger werden, verdeutlicht eine auf der Cebit veröffentlichte Studie des bundesweiten E-Government-Netzwerkes Amt24 e.V.

75% der Berlin-Brandenburger Verwaltungen setzen bereits auf das Web 2.0 (Hier der Link zur Pressemitteilung). Die größten Vorteile sehen die Behörden in der Steigerung der Dienstleistungsqualität und einem damit verbesserten Image ihres Standorts.

Minds + Machines will mit einer .berlin Top-Level Domain dies weiter fördern. Berlins eigene Top-Level Domain kann helfen, das E-Government zu verbessern und attraktiver zu machen. Behörden und Bürger profitieren und die Servicequalität wird gesteigert.

Bis Samstag haben Sie noch die Möglichkeit den Stand von Berlin Brandenburg auf der Cebit (Halle 9, Stand B10) zu besuchen.

Feb 22

Minds + Machines veröffentlicht Analyse mit neuen Erkenntnissen über die Auswirkungen neuer Top-Level Domains auf Markeninhaber

Markeninhaber stehen der Einführung neuer Top-Level Domains bisher skeptisch gegenüber. Unternehmen und Markenrechtsorganisationen haben Sorge, dass durch Markenverletzungen und Streitschlichtungsverfahren hohe Kosten entstehen. Dadurch wurde der ICANN-Bewerbungsprozess für neue Top-Level Domains verzögert. Stellt die Einführung neuer Top-Level Domains tatsächlich einen Anstieg an Markenverletzungen und erhöhte Kosten für Markeninhaber dar?

Minds + Machines hat eine Analyse zu Markenverletzungen im TLD-Raum und die damit verbundenen Kosten für Markenrechtsinhabern veröffentlicht. Dazu wurden Daten aus den Streitschlichtungsverfahren (UDRP) der vergangenen neun Jahre analysiert.

Die Analyse hat ergeben, dass die Anzahl der UDRP Fälle mit der Anzahl registrierter Domains innerhalb einer Top-Level Domain in Zusammenhang steht. Bisher wurde angenommen, dass neue TLDs besonders viele UDRP Fälle mit sich bringen werden. Die Ergebnisse der Analyse zeigen jedoch, dass es aller Voraussicht nach weniger Markenverletzungen im neuen Top-Level Domain Namensraum geben wird als bisher befürchtet. Sollten 300 neue Top-Level Domains in der kommenden Bewerbungsrunde eingeführt werden, wird mit nicht mehr als ca. 300 zusätzlichen Streitschlichtungsverfahren gerechnet.

Markeninhaber müssen, anders als erwartet, nur geringe Kosten für Markenrechtsansprüche aufbringen. Es wird damit gerechnet, dass sich die jährlichen Kosten für die Durchführung von Schlichtungsverfahren in den neuen Top-Level Domains auf ca. $900.000 belaufen werden. Jährlich sind das im Durchschnitt $ 0.10 pro Markeninhaber. Zudem fällt ein Großteil dieser Schlichtungsverfahren innerhalb nur einer Top-Level Domain, nämlich .com, an.

Die unabhängige und angesehene Website UDRPlaw.net, die über die rechtlichen Aspekte der Schlichtungsverfahren informiert, hat die Wahrhaftigkeit und Relevanz der Analyse bestätigt und ihre Leserschaft dazu aufgefordert, sich die Analyse durchzulesen.

Die vollständige Analyse können Sie auf Englisch im Blog von Minds + Machines nachlesen.

Feb 16

EOI: ICANN veröffentlicht Ergebnisse der „Public Comment Phase“

Bis zum 7. Februar bestand die Möglichkeit, zum „Draft Expression of Interests/ Pre-Registrations Model“ der ICANN im Internet Stellung zu nehmen. Das EOI sieht vor, dass potentielle Bewerber ihre gewünschte Top-Level Domain mit einer Anzahlung vorab anmelden, um an der kommenden Bewerbungsrunde teilnehmen zu können.

Insgesamt wurden 274 Stellungnahmen abgegeben. 183 (67%) haben sich für das EOI ausgesprochen, die meisten davon hatten diesbezüglich keine Änderungswünsche am vorgeschlagenen Modell. 76 (28%) stimmten gegen das EOI-Verfahren gestimmt.

Kontra

Pro EOI

183 Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen haben sich für das EOI ausgesprochen. Davon stammten 97 Stimmen von Privatpersonen, die restlichen 86 Stimmen stammten von Unternehmen und Organisationen. Wir haben die wichtigsten Argumente der Unterstützer zusammengefasst:

  • Das EOI ist ein wichtiger Schritt, um den Bewerbungsprozess für neue Top-Level Domains voranzubringen.
  • Mit dem EOI-Verfahren erhalten die Bewerber einen Zeitplan für die Einführung neuer Top-Level Domains.
  • Die ICANN erfährt, mit wie vielen und mit welchen neuen Top-Level Domains sie zu rechnen hat.
  • Die ICANN wird in der Lage sein, den Umfang der anstehenden technischen Herausforderungen besser einzuschätzen.
  • Neue TLDs tragen dazu bei das Internet sicherer zu machen.
  • Die Teilnehmer am EOI-Verfahren werden legitimiert, den Bewerbungsprozess offiziell mitgestalten zu können.
  • Das EOI-Verfahren beschleunigt den Bewerbungsprozess und führt Wettbewerb in das Domain-Name-System ein.
  • Durch das EOI-Verfahren erfahren Bewerber von potentiellen Mitbewerbern, können sich gegebenenfalls einigen.

Kontra EOI

Die Mehrheit der Gegenstimmen kamen von Markenrechtsvertretern: Markenrechtsorganisationen (23 Stimmen), Markenrechtsanwälte (21 Stimmen) und die Rechtsabteilungen großer Unternehmen (15 Stimmen) machten 80% der Gegenstimmen aus. Die Argumente der Gegenseite können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Das EOI sollte erst stattfinden, wenn die offenen Fragen – zur Klärung der Markenrechtsfragen, zur generellen Nachfrage, zur Gewährleistung der Stabilität des Domain-Name-Systems und zum Domain Missbrauch – geklärt sind.
  • Die finale Version des Applicant Guidebooks sollte vor dem EOI-Verfahren veröffentlicht werden.
  • Die Gebühr von $55.000 ist zu hoch für gemeinnützige Organisationen und Entwicklungsländer.
  • Es sollen generell keine neuen Top-Level Domains eingeführt werden.

Fazit

Zusammenfassend hat sich die Mehrheit der Teilnehmer am „Public Comment Process“ für das Voranmeldungsverfahren (EOI) ausgesprochen und die ICANN dazu aufgerufen, einen verbindlichen und verlässlichen Zeitplan zu veröffentlichen und den Bewerbungsprozess voranzubringen. Die meisten Stimmen, die sich negativ gegenüber dem EOI-Verfahren äußerten, sind prinzipiell gegen die Einführung neuer Top-Level Domains.

Die ICANN wird voraussichtlich während des nächsten ICANN-Kongresses in Nairobi Anfang März eine endgültige Entscheidung zu dem EOI-Verfahren treffen. Wir werden Sie über die kommenden Entwicklungen auf dem Laufenden halten.